Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Veronika Wolff
PMU / Veronika Wolff

Erfolgsgeschichte: Vom Kreißsaal in die erfolgreiche Selbstständigkeit

27. Mai 2026
#Universitätslehrgang Early Life Care
Veronika Wolff
PMU / Veronika Wolff

Zur Person:

Veronika Wolff, MSc in Early Life Care
Veronika Wolff arbeitete 30 Jahre lang als Hebamme in allen Bereichen der Hebammenarbeit und machte 2020 ihren Masterabschluss in Early Life Care. Sie forschte gemeinsam mit ihren zwei Studienkolleginnen Dr.in Ulrike Metzger, MSc und Dr.in Barbara Filsinger, MSc zum Thema „Evaluation der Geburtsvorbereitung bei Frauen mit Kaiserschnitt“.

Jetzt arbeitet Veronika Wolff selbstständig in ihrer eigenen Praxis und ist durch das Studium auf Geburtsvorbereitung, Bindung und die Förderung der Entwicklung des Babys und seiner Regulation spezialisiert. In ihren Elterntrainings arbeitet sie mit den Familien heraus, wie Eltern in ihren Kinders das Urvertrauen entfalten und die so wichtige "Sichere Bindung" zu ihnen aufbauen können, als Grundlage für eine gesunde Entwicklung und ein harmonisches und glückliches Familienleben.

www.geburtsvorbereitung-starnberg.de/

www.instagram.com/geburtsvorbereitung_starnberg


Ihre Early Life Care-Erfolgsgeschichte

Warum hast du dich 2016 für das Early Life Care Studium entschieden, was waren deine Beweggründe? 

Mein Bestreben als Hebamme immer dazuzulernen und die Akademisierung meines Berufsstandes, veranlassten mich ELC zu studieren. Nach damals 30 Jahren Erfahrung in allen Bereichen der Hebammenarbeit, wäre ein Studium der Hebammenwissenschaften eine Wiederholung meiner langjährigen Berufserfahrung gewesen. Der ganzheitliche Ansatz des ELC-Studienganges im Pool mit Studentinnen unterschiedlicher Berufsgruppen war ausschlaggebend für meine Entscheidung. 

Welche Lehrinhalte waren für dich als Hebamme am relevantesten?

Alle Lernbereiche waren wichtig! Von der Entwicklung des Fetus in der Gebärmutter, der Hirnentwicklung, der Förderung der Entwicklung und Bindung in der Versorgung von Neugeborenen und Säuglingen, den sozialen Unterstützungsmöglichkeiten und Frühen Hilfen für Familien, bis hin zum Jugendschutz und Projektmanagement. Alle Lerneinheiten vermehrten mein Wissen. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Qualität meiner Hebammenarbeit, insbesondere meine Kursarbeit aus. 

Was hat dir der Masterstudiengang Early Life Care für deine persönliche Weiterentwicklung gebracht?

Für mich stellte die Studienzeit in Salzburg eine Oase neben dem beruflichen Alltag dar. Der Kontakt zur Gruppe der Studierenden war immer bereichernd und Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. Ich erlebte, als älteste Studentin, dass Wissen zu generieren, einen persönlichen Luxus darstellt. Ich begann gemeinsam mit meinem Sohn Jonas zu studieren, der sich für Kulturwissenschaften einschrieb. Die technischen Herausforderungen der Onlineplattform und das wissenschaftliche Arbeiten, insbesondere meine Masterarbeit brachten mich oft an meine Grenze. Ich musste immer wieder über meinen Schatten springen, dazulernen und Dank der Unterstützung von Mitstudentinnen, Mitwirkenden des Studienganges und meines Partners und meiner Kinder, ist es gelungen, die unüberwindlich scheinenden Herausforderungen zu bestehen. Das macht mich immer noch ein wenig stolz und vorallem auch dankbar!

Was hat dir der Masterstudiengang Early Life Care für die berufliche Weiterentwicklung als Hebamme gebracht? 

Tatsächlich arbeite ich immer noch in der legendären Hebammenarbeit, das hat auch existenzielle Gründe als Alleinerziehende. Durch den Einfluss des ELC-Studienganges ist die Qualität meiner Hebammenarbeit und vor allem Kursarbeit mit Spezialisierung auf Geburtsvorbereitung und der Entwicklung von Neugeborenen auf einem hohen Level und das spricht sich im Landkreis herum. Es freut mich sehr, dass viele Familien Interesse an meiner Kursarbeit haben und davon profitieren. Mein Wunsch wäre, ab 2026 zusätzlich in der Hebammenfortbildung Fuß zu fassen und als Referentin an einer Hochschule oder Universität für Hebammenwissenschaft tätig werde.

Was hat sich durch den Masterstudiengang Early Life Care im Umgang mit den betreuenden Frauen/Familien verändert?

Keinen Menschen und keine Situation zu werten, sondern als Beobachter und individuelle UnterstützeriIn tätig zu sein!

Wie kam es zum Berufswechsel vom Kreißsaal zur Selbstständigkeit? Was waren die Beweggründe dafür? 

Tatsächlich war es der Studienbeginn und die Module am Wochenende in Salzburg. Ich hatte schon immer für meine Entbindungsklinik die Wochenendpartnerkurse durchgeführt und hätte als Kreissaalhebamme noch weitere Wochenenden im Monat gearbeitet. Meine Kinder waren damals noch jünger und der Studienbeginn war Anlass für einen beruflichen Wechsel in die Rundumbetreuung. Allerdings rückblickend, ganz schön viel auf einmal!

Warum würdest du den Universitätslehrgang Early Life Care anderen Hebammen empfehlen?

Zeit für die Reflektion und Auseinandersetzung mit beruflichen Themen und dazugewinnen von professionellem Wissen und Kompetenzen. Persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst, auch durch die Lerninhalte, neue spannende Themen und Herausforderungen der Technik und des Wissenschaftlichen Arbeitens. Ein Zugewinn für das ganze Leben!