
Start der Edu:Social Health Care Studie

Der Startschuss für ein besonderes Forschungsprojekt ist gefallen: An der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) ist im Jänner die Edu:Social Health Care Studie offiziell gestartet. In Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin wird hier erstmals ein wissenschaftlich erprobtes Training zur Förderung von Empathie, Mitgefühl und Stressresilienz gezielt in den Gesundheitsbereich übertragen.
Menschen in Gesundheitsberufen arbeiten täglich mit und für andere – oft unter hohem Zeitdruck und emotionaler Belastung. Genau hier setzt das Projekt an: Das Training stärkt nicht nur die eigene psychische Resilienz, sondern auch sozial-emotionale Kompetenzen wie Empathie, Perspektivübernahme und Mitgefühl. Fähigkeiten, die für gute Zusammenarbeit und gutes Arbeiten in der Gesundheitsversorgung zentral sind.
In der aktuellen Studienphase wird das Training erstmals mit Studierenden aller Fachrichtungen der PMU durchgeführt: egal ob Medizin, Pharmazie, Early Life Care oder Palliativ Care, alle Studierenden sind eingeladen am Training und der Studie teilzunehmen. Damit beginnt die Implementierung bereits in der Ausbildung – ein wichtiger Schritt, um diese Kompetenzen frühzeitig zu verankern. Ein besonderes Ziel der Studie ist es zudem, das Zusammengehörigkeitsgefühl an der PMU zu stärken: Studierende aus allen Fachrichtungen der PMU trainieren gemeinsam, lernen einander besser verstehen und legen so den Grundstein für eine gelingende interprofessionelle Zusammenarbeit.
Das Training erstreckt sich über acht Wochen und kombiniert wöchentliche, 90-minütige Coaching-Sessions mit kurzen täglichen Übungen in Zweier-Teams. Eine speziell entwickelte App koordiniert sowohl das Training als auch die wissenschaftliche Datenerhebung. Die Studie arbeitet mit modernen digitalen Methoden wie Ecological Momentary Assessments, die es erlauben, Befindlichkeit, Stress und soziale Erfahrungen alltagsnah zu erfassen – flexibel, ortsunabhängig und besonders praxisnah.
Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Tania Singer (Max-Planck-Gesellschaft, Berlin). Auf Seiten der PMU sind Ass. Prof. Patrick Kutschar (Pflegewissenschaft) sowie Dr. Beate Priewasser und Dr. Antonia Dinzinger (Institut für Early Life Care) maßgeblich beteiligt.
Derzeit läuft die Rekrutierungsphase: In den kommenden Wochen sollen rund 400 Studierende für die Teilnahme gewonnen werden. Der Start der ersten Trainingsgruppe ist für das Frühjahr geplant, eine zweite Gruppe folgt im Sommer. Die Datenerhebung wird bis zum Spätsommer abgeschlossen sein.
Für die Studierenden bietet das Projekt eine besondere Gelegenheit: Sie erhalten nicht nur ein kostenloses, wissenschaftlich fundiertes Training, sondern tragen auch dazu bei, die Zukunft der Gesundheitsberufe mitzugestalten. Ziel ist es, langfristig zu zeigen, wie wirksam und wertvoll solche Programme für den gesamten Gesundheitssektor sein können – von der Universität bis in den klinischen und außerklinischen Alltag.
Mit der Edu:Social Health Care Studie bringt die PMU gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft ein hochqualitatives, international vernetztes Forschungsprojekt an den Standort Salzburg – ein starkes Zeichen für Innovation, Nachhaltigkeit, mentale Gesundheit und Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
Mehr dazu gibt's unter www.edusocial-project.de/health-care/





























